KI

  • Wer ist Autor bei KI? Urheberschaft zwischen Recht, Forschung und Kommunikationsethik

    Als ich gelernt habe, Kommunikation zu verstehen, war die Welt noch relativ einfach: Es gab einen Sender, eine Botschaft und einen Empfänger. Dieses klassische Modell beruhte auf einer stillschweigenden Annahme: Hinter jeder Botschaft steht ein Mensch. Doch generative KI stellt diese Grundannahme seit einiger Zeit ernsthaft infrage. Wenn ein Text von einer Maschine erzeugt wird, verschwimmt die klassische Vorstellung von Autorschaft. Die Frage ist deshalb nicht nur technisch oder juristisch. Sie ist zutiefst philosophisch: Kann es Kommunikation ohne Autor geben – oder nur neue Formen von Autorschaft?

    Die Frage nach der Urheberschaft von KI-Texten wirkt zunächst wie ein Spezialproblem des Urheberrechts. Tatsächlich berührt sie jedoch einen Kern der Kommunikationswissenschaft und weiterer Disziplinen auch: die Frage, wer überhaupt als Absender von Kommunikation gelten kann.

    Bleistiftzeichnung von Jens Krömer, der über Urheberschaft und KI nachzudenken scheint
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  • Welche Skills Kommunikatoren heute wirklich brauchen – jenseits der Stellenanzeigen

    Wenn man aktuelle Stellenanzeigen in der Kommunikation liest, entsteht ein klares Bild: Gesucht werden eierlegende Wollmilchsäue. Strategisch denkend, digital versiert, KI-affin, krisenfest, empathisch, durchsetzungsstark, international erfahren – und bitte mit zehn Jahren Berufserfahrung für eine Position, die es erst seit fünf Jahren gibt.

    Doch die spannendere Frage ist vielleicht gar nicht, welche Skills in Anzeigen stehen. Sondern welche Fähigkeiten im Alltag wirklich den Unterschied machen.

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  • KI braucht Regeln. Aber welche eigentlich? Ein Denkanstoß aus der brand eins

    Wer aktuell in Unternehmen mit KI arbeitet, kennt die Diskussionen: Brauchen wir KI-Guidelines? Was darf erlaubt sein? Was nicht? Wie gehen wir mit Risiken um? Wer trägt Verantwortung?

    Was auf den ersten Blick wie eine klassische Change-Management-Frage aussieht, entpuppt sich in der Praxis schnell als deutlich komplexer. Denn Veränderungen und Kommunikation derselben haben es in Organisationen bekanntlich selten leicht. Neue Prozesse, neue Werkzeuge, neue Regeln – all das bedeutet Unsicherheit.

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